Im Herbst 2008 wurde mit der Turm- und Dachsanierung begonnen. Das Gebälk war an etlichen Stellen morsch und viele Stellen im Gemäuer (Sandstein) mussten ausgebessert werden und das Gebäude bekam einen neuen Anstrich. Der Platz um die Kirche und vor allem eine Abgrenzung zum Friedhof hin wurden neu gestaltet und ein behindertengerechter Eingang zur Straße hin geschaffen.
Im Januar 2010 wurde dann mit der Innenrenovierung begonnen. Nach dem Patroziniumsgottesdienst wurde das Gotteshaus ausgeräumt und mit der Reinigung und dem Neuanstrich der Wände und Decken begonnen. Auch die Gemälde und die barocke Ausstattung insbesondere der Hoch- und die Seitenaltäre mussten von den Restauratoren in aufwendiger Feinarbeit gesäubert und konserviert werden.
Der Gestühlsboden wurde ebenfalls saniert. Die Anzahl der Gestühlsreihen wurde von 38 Bänke auf 30 reduziert. Auf dem sanierten Gestühlsboden konnten die Bänke in einem größeren Abstand zueinander aufgestellt werden, so dass eine bequeme Sitzhaltung eingenommen werden kann. Bei dieser Gelegenheit konnte auch der Kreuzgang (Quergang) komplett wieder hergestellt werden.
Auf der Empore wurde der Boden erneuert und umgebaut, so dass die Orgel nun frei im Raum steht. Die Orgel soll in einem nächsten Bauabschnitt überarbeitet und saniert werden. Außerdem wurde ein neuer Zugang zum Dachspeicher geschaffen.
Im Chorraum fällt das neue Chorgestühl mit Priestersitz auf. Es bietet im Sonntagsgottesdienst genügend Sitzmöglichkeiten für Ministranten und die Gottesdienstbeteiligten. Im Werktagsgottesdienst kann hier die Gemeinde Platz nehmen und bei Gruppengottesdiensten können die frei beweglichen Hocker so zusammengestellt werden, dass neuzeitliche LIturgiefeiern möglich sind. Der Chorraum bietet mit der neuen Tabernakelstele, gestaltet von dem Simonswäler Bildhauer Martin Schonhardt, den Gläubigen einen stillen Ort der Anbetung.
Am Haupteingang wurde ein Windfang mit Schriftenstand und im Sakristeivorraum, dem Turmeingang, eine WC-Anlage errichtet.
Die Elektroinstallation wurde in großen Teilen erneuert. Das Kirchenschiff erhielt eine neue Beleuchtung und unter dem vorderen rechten Gestühlsblock wurde eine Induktionsschleife eingebaut, so dass Schwerhörige den Gottesdienst besser verfolgen können.
Um den hellen Raumeindruck möglichst lange zu erhalten, wurde eine Lüftungsanlage eingebaut.
Während der achtmonatigen Sanierung war die Zusammenarbeit mit dem Architekten vom Erzb. Bauamt, Herr Wieseler und den Restauratoren, Handwerksfirmen und dem Bildhauer mit Herrn Pfarrer Spath und den Mitgliedern des Stiftungs- und Pfarrgemeinderates sehr gut und kooperativ.
Ebenso erfreulich ist, dass die veranschlagte Bausumme von 590.000,00 Euro eingehalten werden konnte.
Nach der Außen- und Innenrenovierung der Kirche standen noch die Sanierung der Kirchenmauer und die Restauration der Orgel an.
Die Kirchenmauer ist 112,5 m lang. Im Außenbereich ist sie bis zu 3,80 m hoch, so dass insgesamt 470 qm zu bearbeiten waren. Im Herbst 2012 konnte mit der Baumaßnahme begonnen und im April 2013 abgeschlossen werden (Der lange Winter führte zu einer dreimonatigen Unterbrechung der Bauarbeiten). Der Pfarrgemeinderat durfte die Sanierung der Kirchenmauer in Eigenregie durchführen, nach den guten Erfahrungen bei der Außen- und Innenrenovierung der Kirche stimmte das Erzb. Bauamt dem zu. Dadurch sparte die Pfarrgemeinde St. Sebastian ca. 14.000 € Baubeitrag.
Orgelrenovierung
Bereits im Juli 2011 wurde die Renovierung und Finanzierung genehmigt. Bis alle Details und Ausschreibungen geregelt waren, dauerte es bis zum Herbst 2013, bis endlich mit der Restaurierung begonnen wurde.
Aus der Orgelgeschichte: am 20. Februar 1885 schreibt Orgelinspektor Gustav Schweitzer: "bei Walcker trifft es zu, dass er das Beste bietet und nicht teurer ist als jene, die ihm nahezukommen streben". Walckers Angebot vom 8.10.1885 belief sich auf 8.475 Mark. Die Orgel war an Ostern 1887 als Opus 488 vollendet.
Am Ostermontag, den 21.04.2014 weihte Herr Pfr. Jens Fehrenbacher die renovierte und komplett überarbeitete Orgel ein.
Aus dem Bericht von Orgelinspektor Johannes Götz: "Diese Orgel ist in nahezu allen Teilen ein Kulturdenkmal von hohem Rang. Ihre Klangfarben und die charakteristischen Einzelregister sind faszinierend zu hören".
Aus der Orgelgeschichte: am 20. Februar 1885 schreibt Orgelinspektor Gustav Schweitzer: "bei Walcker trifft es zu, dass er das Beste bietet und nicht teurer ist als jene, die ihm nahezukommen streben". Walckers Angebot vom 8.10.1885 belief sich auf 8.475 Mark. Die Orgel war an Ostern 1887 als Opus 488 vollendet.
Am Ostermontag, den 21.04.2014 weihte Herr Pfr. Jens Fehrenbacher die renovierte und komplett überarbeitete Orgel ein.
Aus dem Bericht von Orgelinspektor Johannes Götz: "Diese Orgel ist in nahezu allen Teilen ein Kulturdenkmal von hohem Rang. Ihre Klangfarben und die charakteristischen Einzelregister sind faszinierend zu hören".




